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Mümmelmannsberg - unsere Bewohner,
über die wir oft gar nicht viel wissen.
Wir stellen vor:
Ute Amir Hekmat
Viele Mümmelmannsberger/innen kennen Ute Amir Hekmat, die seit Jahren
in der Bücherhalle einmal wöchentlich ihre Sprechstunde auf farsi (persisch)
abhält. Zu ihr kommen zu 99% die Familienoberhäupter, also Mütter oder
Väter, kurz Menschen aus dem Iran, die von Ute zu Ärzt/innen, zur Schule
oder zu Behörden begleitet werden. Für sie formuliert sie Briefe, übersetzt
das Behördendeutsch, tröstet, gibt Ratschläge und wird nicht müde ihre
Schutzbefohlenen aufzumuntern.

Ute ist Deutsche und hat 20 Jahre im Iran gelebt, 5 Kinder geboren und ein
glückliches Leben geführt. Sie empfand die damalige Situation im Iran
als sehr frei und offen und liebte das Land und seine Kultur.

1984-1986 ist sie am extremsten gefordert. Es sind die beiden Grundschulen,
die Gesamtschule, das Amt für soziale Dienste, Arzt/inn/en und überhaupt
viele Einrichtungen, die Ute's Einsatz als Dolmetscherin ständig benötigen.
Ute sagt: "Zu dieser Zeit gab es im Stadtteil keine deutsch/farsi sprechenden
Menschen." 1986 wendet Ute Amir Hekmat sich an die GWG, sie braucht
einen Raum, in dem sie ihre Beratung anbieten kann. Mit einigen
engagierten Menschen und der Unterstützung der GWG entsteht das
erste "KOMM" in der Ittenstraße.

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